Zapfen und Schlitz ausräumen, Leimreste entfernen, Trockenprobe machen, dann leimen. Nutzen Sie Zwingen mit Zulagen, um Druck gleichmäßig zu verteilen. Achten Sie auf Ausrichtung, damit später Polster und Beine sauber stehen. Bei ausgeschlagenen Löchern helfen passgenaue Holzdübel, bei zu viel Spiel dünne Furnierstreifen. Markieren Sie Klebeflächen, planen Sie Presszeiten und kontrollieren Sie Leimaustritt. Eine solide Verbindung verzeiht Alltagsbelastung, reduziert Knarzen und bildet das Fundament für dauerhafte Polsterarbeiten.
Lose Furniere vorsichtig anheben, Leim einbringen, warm pressen und mit Klebeband sichern. Fehlstellen mit passender Maserung ersetzen, Faserrichtung beachten, Kitt nur sparsam nutzen. Kanten vor dem Schleifen stabilisieren, damit keine Ausrisse entstehen. Farbangleich gelingt mit Beize, getöntem Schellack oder Retuschierstiften in mehreren leichten Schichten. Ziel ist nicht makellose Uniformität, sondern ein stimmiges Gesamtbild, das Alter ehrt, ohne Schwächen zu betonen. Fotografieren Sie Zwischenschritte, um Fortschritte sichtbar zu machen und Fehlerquellen zu verstehen.
Kleine Risse mit passendem Leim und Schleifstaub füllen, Dellen mit Dampf anheben, Profilkanten mit Schnitzmessern nachziehen. Arbeiten Sie schrittweise, prüfen Sie haptisch und optisch nach jedem Durchgang. Spachtelmasse nur dort, wo Holzergänzung nicht möglich ist. Beleuchten Sie Kanten quer, um Unregelmäßigkeiten früh zu erkennen. Diese Sorgfalt zahlt sich beim Finish aus: Öle und Lacke legen Schwächen schonungslos offen. Wer jetzt geduldig ist, erspart sich später teure Korrekturen und erreicht ein langlebiges, ehrliches Ergebnis.